Nicht erst seit der „Ära George W. Bush“ sind die konservativen religiösen Kräfte in den USA vermehrt ins Blickfeld der Soziologen, Religionswissenschaftler und Historiker geraten. Die „Religiöse Rechte“ ist ein undifferenziertes Schlagwort, unter dem gemeinhin eine antimoderne, religiös getragene, mitunter gar fundamentalistische gesellschaftliche Bewegung verstanden wird, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, ihre christlichen Moralvorstellungen durchzusetzen und gesellschaftlichen „Verfallserscheinungen“ wie Homosexualität und Feminismus schlagkräftig entgegenzutreten.
Abgesehen von politisch-religiösen Zweckbündnissen steht als konkrete Denomination[1] die Southern Baptist Convention (SBC) aufgrund ihrer Größe und ihres Einflusses innerhalb amerikanischer religiös-politischer Diskurse oftmals besonders im Blickpunkt. Daher soll sich der vorliegende Aufsatz der Frage nach antifeministischen Bestrebungen innerhalb der SBC widmen. Dabei wird sowohl auf die offiziellen Erklärungen und Leitsätze der SBC sowie die Einstellungen ihrer Mitglieder einzugehen sein, die feministischen Forderungen entgegenstehen oder auch direkt gegenüber dem Feminismus Position beziehen.
Unter Feminismus wird in diesem Beitrag eine Richtung der Frauenbewegung verstanden, die die Veränderung der geschlechtsspezifischen Rollen mit dem Ziel der Befreiung der Frau von jedweder Diskriminierung anstrebt.[2] Die in den 1960er Jahren erstarkte feministische Bewegung orientiert sich im Vergleich zur früheren Frauenbewegung weniger an einer politischen, bildungsmäßigen und beruflichen Angleichung an den Mann, sondern erstrebt den psychologischen Befreiungsprozess aus der Fixierung auf den Mann mit der Hinwendung zum eigenen Geschlecht. Der Feminismus hat eine umfangreiche, zum Teil radikale Publizistik hervorgebracht und Ausdrucksformen auf fast allen Gebieten kulturellen Lebens gefunden.[3] Demgegenüber werden im Folgenden unter dem Begriff des Antifeminismus jene Denkrichtungen und Bewegungen subsumiert, die explizit „feministische“ Ideen, Gruppen und Akteurinnen kritisieren bzw. ablehnen.[4]
Die SBC wurde durch einen Zusammenschluss verschiedener baptistischer Kongregationen in den Südstaaten der USA 1845 gegründet, da seit den 1830er Jahren Spannungen zwischen Baptisten der Nord- und Südstaaten um die Frage nach der Sklaverei bestanden. Zudem legten die Southern Baptists mehr Wert auf Mission, was letztlich zur Spaltung des amerikanischen Baptismus in Northern und Southern Baptists führte.[5]
Mit über 15 Millionen Mitgliedern und 41.000 Gemeinden ist die SBC heutzutage die größte protestantische Denomination in den USA und verzeichnet, im Gegensatz zu den protestantischen Mainline-Kirchen, die ständig weitere Mitglieder verlieren, einen beständigen Mitgliederzuwachs. Southern Baptists gelten als überwiegend evangelikal, d.h. sie beharren unter allen Umständen auf der Unfehlbarkeit der Bibel, der Göttlichkeit Jesu, der Überzeugung, dass ein starker Glaube an Jesus den einzigen Weg zur Erlösung darstellt, und auf der Notwendigkeit einer Konversionserfahrung („born again“). Darüber hinaus legen sie großen Wert auf die missionarische Verbreitung ihrer religiösen Botschaften. In den 1970er und 80er Jahren entwickelte sich auf Initiative der fundamentalistischen Pastoren Paige Patterson und Judge Paul Pressler eine fundamentalistische Übernahme der SBC. Glaubensgrundlage waren für Patterson und Pressler die fünf Grundsätze der Niagara Bible Conference von 1878, die gewissermaßen die Doktrin des protestantischen Fundamentalismus bilden: Unfehlbarkeit der Schrift, Jungfrauengeburt und Göttlichkeit Jesu, die stellvertretende Sühne Jesu, die physische Auferstehung Jesu sowie seine zweite Wiederkunft und sein tausendjähriges Reich auf Erden. Mit Hilfe ihrer so genannten „Get out the Vote“-Kampagne gelang es ihnen, 1979 den ebenfalls fundamentalistischen Pastor Adrian Rogers als Präsidenten der SBC einzusetzen. Dies zog eine allmähliche Neubesetzung aller Führungspositionen innerhalb der SBC mit Gleichgesinnten nach sich, so dass 1990 die Schlüsselpositionen durchweg mit fundamentalistisch eingestellten Baptisten besetzt waren. Damit war die vormalige Vorherrschaft der moderaten Fraktion innerhalb der SBC beendet.[6] Unter Dominanz der Fundamentalisten der SBC wandelte sich die Kirchenorganisation in Richtung einer Etablierung pastoraler Autoritäten in den Gemeinden. Sie verlagerten das Gewicht auf „Megachurches“ mit umfassendem Freizeit- und Sozialprogramm, in der die Glaubensdoktrin wichtiger als die Mission wurde.
Das politische Interesse der fundamentalistisch geprägten SBC gilt vor allem solchen sozialen Themen, die eine moralisch-religiöse Komponente aufweisen, wie z.B. Abtreibung, Homosexualität, Alkohol- und Drogenmissbrauch, Evolutionslehre, Präsenz der Religion in der Öffentlichkeit oder auch die Emanzipationsbestrebungen des Feminismus. Damit spricht sich die SBC weithin gegen eine strikte Trennung von öffentlicher und religiöser Sphäre aus, wie es auch in einem SBC-Positionspapier von 2005 heißt („Neither the Constitution nor Baptist tradition would build a wall of separation…“).[7]
Während eine 1980 veröffentlichte Resolution der SBC, die Resolution on Women, noch auf die bestehenden Ungleichheiten der Geschlechter in der Berufswelt aufmerksam machte und sich für eine Ratifikation des Equal Rights Amendments (ERA)[8] aussprach, schränkte 1984 die Resolution on Ordination and the Role of Women in Ministry die volle Teilhabe von Frauen am kirchlichen Leben ein, indem das Pastorenamt und Führungspositionen als nur von Männern zu besetzen deklariert wurden.[9] Auch wenn trotz dieser Resolution in einigen wenigen baptistischen Gemeinden noch Pastorinnen beschäftigt wurden, so trat nicht nur durch die Verlautbarung die offensichtliche Diskriminierung theoretisch zutage, sondern auch praktisch: Gemeinden mit weiblichen Pastoren wurde von 1986 an jede finanzielle Unterstützung durch das Home Mission Board der SBC versagt. Die zugrunde liegende Überzeugung, dass der Platz der Frau im Haus sei, wurde in der Resolution on Honor for Full-Time Homemakers von Juni 1987 deutlich, in welcher es heißt, dass die SBC den wertvollen Beitrag von Hausfrauen und Müttern schätze, die durch ihre Dienste und Selbstaufopferung ihre Familie gestärkt, die Nation bereichert und ihr Leben nach Gottes Willen ausgerichtet hätten.[10] Wie aus dem Zitat eindeutig hervorgeht, wird die Rolle der Frau in der Aufopferung für die Familie gesehen und ihr Wirken einzig auf die private Sphäre beschränkt. Derartige Aussagen stehen den Forderungen des Feminismus nach einer Veränderung der geschlechtsspezifischen Rollen, Abschaffung des Mutterschaftsparadigmas und Gleichstellung der Geschlechter provokativ entgegen. Die Resolution von 2000 fügte in einem Amendment zum Baptist Faith and Message Statement von 1963 explizit hinzu, dass „a wife has to submit herself to the servant leadership of her husband even as the church willingly submits to the leadership of Christ. She [...] has the God-given responsibility to respect her husband and to serve as his helper in managing the household and nurturing the next generation”.[11] Neben neu hinzugefügten Passagen zum Verhältnis der Geschlechter wurden ebenso Stellungnahmen für eine Opposition gegen „sexual immorality“ wie Ehebruch, Homosexualität, Pornographie und Abtreibung erlassen. Die letzte ausschließlich geschlechterbezogene Resolution war die Resolution on Women in Combat, die im Juni 1998 veröffentlicht wurde. In dieser Resolution wurde die Präsenz von Frauen innerhalb des Militärs als nationales Sicherheitsrisiko eingestuft und die vermeintlich natürliche Aufgabe des Mannes, als Oberhaupt der Familie Frauen und Kinder zu beschützen, bekräftigt. Ferner heißt es: „This unbiblical social agenda of ideological feminism rejects gender-based distinctions established by God in the order of creation“.[12] Damit wird ein direkter Bezug zur Gegensätzlichkeit der eigenen Glaubensgrundsätze und dem Feminismus hergestellt. Feminismus wird hier als die Zurückweisung der göttlichen Ordnung interpretiert und muss daher folgerichtig bekämpft werden. Die Unterordnung der Frau unter den Ehemann wird auf Epheser 5, 22-24 zurückgeführt („Wives, submit yourselves unto your husbands, as unto the Lord. For the husband is the head of the wife…“[13]). Als Beweis, dass Frauen der männlichen Führerschaft bedürfen, wird die Geschichte des Sündenfalls herangezogen. Die SBC fordert nicht nur offen eine weibliche Unterordnung in der Partnerschaft, sondern erteilt zugleich auch der Forderung des Feminismus, Frauen von der Fixierung auf die Mutterschaft zu befreien, eine scharfe Absage, da die Erlösung der Frau an Mutterschaft und Ehe gekoppelt wird. Dies geschieht in Anlehnung an 1. Timotheus 2,13-15, wo es heißt, dass die Frau durch das Gebären ihr Heil erlangen wird. Dabei werden gleichzeitig Bibelstellen, die eine weibliche Führung bzw. Gleichberechtigung nahe legen, wie z.B. Richter 4, 6 (Frauen im Militär), Salomon 31, 10 (eigenes Einkommen), Lukas 8, 4 (Finanzierung Jesu durch Frauen) oder gar Galather 3, 28 („there is neither male nor female“), ignoriert.
Aber nicht nur in Erklärungen und Stellungnahmen von offizieller Seite der SBC werden antifeministische Tendenzen sichtbar, sondern auch in den Einstellungen vieler Laien. Wie Anna Manning gezeigt hat, sind erstaunlicherweise vor allem Frauen in konservativen protestantischen Denominationen zu einem Großteil der Auffassung, dass der Feminismus zu extrem und in seiner Ideologie egoistisch sei, die Mutterschaft untergrabe sowie gesellschaftliche Rollen verkehre. Eine dreijährige Studie (1995-97) des Pew Charitable Trusts hat anhand eines Fragenkatalogs mit dichotomen Antwortmöglichkeiten sowie Gewichtungsfragen in persönlichen Interviews, Telefongesprächen und durch Fragebögen etwaige antifeministische Einstellungen von 130 konservativen Christen, davon 65 Prozent Frauen, in den USA auszumachen versucht.[14] Bei der Auswahl der Interviewpartner und -partnerinnen wurde auf die Zugehörigkeit zum politisch konservativen Lager (Wahrscheinlichkeit, die Republikanische Partei zu wählen, sowie Verlass auf christliche Führer bei der Wahlentscheidung) sowie die Einbindung in eine christliche Subkultur (mehr als drei Stunden pro Woche christliches TV und Radio, mehrmaliger wöchentlicher Kirchbesuch, Mehrheit von Familie und Freunden hat ähnlichen Glauben) geachtet. Auf die Frage, ob der Feminismus christliche Werte und Moral gefährde, antworteten 65 Prozent der Befragten, die sich selbst als evangelikal bezeichneten, mit „ja“, wohingegen nur 54 Prozent der sich selbst als Fundamentalisten bezeichnenden Befragten dem zustimmten. Auf weitere Nachfragen gaben die Fundamentalisten, die vornehmlich der SBC entstammten, an, dass der Feminismus heutzutage zu extreme Forderungen stelle, somit ins Utopische abgleite und daher keine ernsthafte gesellschaftliche Gefahr darstelle. Die Evangelikalen, von denen ebenfalls ein Großteil der SBC angehört, bezeichneten sich selbst nicht als antifeministisch eingestellt, sondern wiesen vielmehr darauf hin, dass der Feminismus ihnen gegenüber feindlich eingestellt sei. Bei Fragen nach dem Recht der freien Entscheidung von Frauen in Bezug auf Abtreibungen zeigte sich, dass die meisten Evangelikalen die Opposition zur freien Abtreibung als ein wichtiges Element ihrer religiösen Kultur sowie Identität sehen. Gleichzeitig sind jedoch nur ca. 15 Prozent der Evangelikalen in einen direkten Kulturkampf gegen den Feminismus verwickelt, während die Mehrheit auf eine „sanfte“ Opposition durch christliche Mission und persönliche soziale Beziehungen setzt. Zwei Drittel der Befragten erkannten wichtige Siege des Feminismus in den 1970er Jahren, die für sie individuelle Vorteile in den Bereichen Bildung, Beruf und Bezahlung brachten, zwar an, wiesen aber zugleich stets darauf hin, dass sich der Feminismus zu sehr radikalisiert habe. Es wird also zumeist eine Trennung zwischen dem so genannten liberalen Feminismus und dem gegenwärtigen „radikalen“ Feminismus gezogen. Letzterer fördere den Egoismus (Karriere und Abtreibung statt Familie), Materialismus (eigenes Einkommen, Berufstätigkeit) und Individualismus (kein Familienleben) in der Gesellschaft, konstruiere eine strikte Trennung der Geschlechter und bedrohe damit das Ideal der Familie. Gleichberechtigung im Berufsleben wird von der Mehrheit der Befragten als erstrebenswert erachtet, aber im Privaten, also der Familie, bedrohe der Feminismus die männliche Führung und führe somit zum Zusammenbruch der Familie. Nur zehn Prozent der Befragten gaben an, mit dem Feminismus zu sympathisieren, wie auch ebenso viele sich selbst als antifeministisch eingestellt bezeichneten. Selbst diejenigen, die sich selbst als egalitär bezeichneten, äußerten Bedenken hinsichtlich schädlicher Auswirkungen des Feminismus durch eine Absage an die Familie und sexuelle Hinwendung zum eigenen Geschlecht, was die Fundamente der Zivilgesellschaft, nämlich ein intaktes Familienleben in Kernfamilien, untergrabe.
Die Einstellungen evangelikaler, überwiegend baptistischer Laien gegenüber dem Feminismus erweisen sich insgesamt als ambivalent. Es werden mehrfach vage Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen feministischer Forderungen auf religiös-kulturelle Werte und Moralvorstellungen geäußert, sofern man sich dem Thema nicht gänzlich verschließt, was bei einer Minderheit der Fall ist. Diesen Bedenken wird jedoch kein offener Antifeminismus, wie er teilweise von offizieller Seite der SBC geäußert wird, entgegengesetzt. Die stillschweigende Abneigung äußert sich vielmehr im politischen Wahlverhalten – konkret gesagt in einem von evangelikaler Seite aus eingegangenen Zweckbündnis mit der republikanischen Partei.
Dennoch ergaben die Studien, dass Evangelikale mit einer vierfach höheren Wahrscheinlichkeit als Mainline-Protestanten den Feminismus als gefährlich ansehen. Allerdings spielen für eine Entstehung antifeministischer Ansichten neben der religiösen Identifikation auch andere Faktoren, wie die Zugehörigkeit zum politisch konservativen Lager sowie die Einbindung in eine christlich geprägte Subkultur eine entscheidende Rolle. Genau diese ist jedoch in der Anhängerschaft der SBC durch gut organisierte, auf Freizeiterleben und Kultur ausgerichtete Gemeinden sowie eine – zumindest lokal – relativ starke Medienkontrolle und -präsenz besonders ausgeprägt. Dadurch, dass die Mitglieder der SBC permanent christlichen Botschaften mit antifeministischem Grundtenor ausgesetzt werden, wird eine dem Feminismus eher skeptische, wenn nicht gar ablehnende Haltung gefördert. Verstärkt wird diese Positionierung nicht zuletzt durch die relative religiöse Homogenität in den Haupteinflussbereichen der SBC sowie die Abschirmung von konkurrierenden Weltanschauungen, welche für die religiöse Tradition des Südens charakteristisch ist.
Seit der fundamentalistischen Übernahme spielen geschlechterbezogene Themen insgesamt eine größere Rolle in der SBC als vorher. Evangelikale politische Gruppierungen wie die Christian Right oder die Promise Keepers, zu denen auch viele Southern Baptists gehören, werden jedoch von vielen Autoren und Autorinnen als Teil eines gesamtgesellschaftlichen antifeministischen backlash seit den 1980er Jahren betrachtet, welcher sozialen und kulturellen Veränderungen, die als die religiöse Identität und familiäre Werte erodierend angesehen werden, die Erneuerung bzw. Stärkung patriarchalischer Strukturen entgegensetzen will.[15] Das erfolgreiche politische Engagement in Think Tanks, Lobbygruppen und Parteien durch Führer der SBC sowie die politische Überrepräsentation ländlicher Gegenden, gerade im Süden, bewirkte bereits zu Beginn der 1980er Jahre die Ablehnung des ERA[16] und erzielt auch gegenwärtig konservative Erfolge in der Politik. Dennoch muss bei der Verknüpfung von Antifeminismus und SBC zwischen offiziellen Erklärungen und Ansichten der Anhängerschaft differenziert werden. Während in vielen Resolutionen der letzten Jahre die Rolle der Frau thematisiert und auch explizit entgegen feministischer Forderungen definiert wird, kann bei der Mehrheit der Mitglieder höchstens von einem teilweisen, latenten Antifeminismus gesprochen werden, da sich die Mehrheit der Anhänger und Anhängerinnen nicht explizit mit diesem Thema auseinandersetzt.
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Faludi, Susan (1991): Backlash. The Undeclared War against American Women, New York: Crown Publ.
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[1] Auf das lateinische Substantiv denominatio (wörtlich: Benennung) zurückgehende und vorwiegend im angelsächsischen Sprachraum verwendete Bezeichnung, die wertfrei benutzt wird, um eine Glaubensgemeinschaft oder deren Anhänger zu bezeichnen. Im Unterschied zur Kirche erhebt die Denomination keinen universellen Anspruch.
[2] Vgl. Nusser (2002), S. 102-104.
[3] Als Überblick zur US-amerikanischen Frauenbewegung seit den 1960er Jahren vgl. Davis (1999).
[4] Einen deutlich weiter gefassten Antifeminismus-Begriff, der auch Opposition gegenüber Gleichberechtigungsbestrebungen umfasst, verwenden hingegen Planert (1998) und Helduser (2002).
[5] Die nachfolgenden Ausführungen zur historischen Entwicklung stützen sich auf Ammerman (1987), James / Leazer (1999), Leonard (1990) sowie Marty / Appleby (1993).
[6] Die moderates traten innerhalb der SBC für eine Laienpredigerschaft, ein interpretatives Bibelverständnis, eine demokratische Gemeindeorganisation ohne Autoritäten sowie kongregationalistische, d.h. autonome, Strukturen ein.
[7] SBC (2005).
[8] Hierbei handelt es sich um einen schlussendlich nicht realisierten Verfassungszusatz zur Gleichberechtigung von Frauen und Männern, der erstmals 1923 von der US-amerikanischen Frauenbewegung gefordert wurde.
[9] Vgl. SBC (1980) u. (1984).
[10] Vgl. SBC (1987).
[11] SBC (2000).
[12] SBC (1998).
[13] Diese und nachfolgende Bibelstellen zitiert nach The Bible. King James Version.
[14] Für die nachfolgenden Ausführungen vgl. Gallagher (2004).
[15] Siehe hierzu vor allem Faludi (1991).
[16] Vgl. Mansbridge (1986).
Anica Jahning M.A. studierte Nordamerikastudien und Religionswissenschaft an der Freien Universität Berlin. In ihrer Magisterarbeit beschäftigte sie sich mit Authentizitätskonstruktionen im Internet. Seit 2009 absolviert sie an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg den Zwei-Fächer-Bachelor Ev. Theologie und Anglistik mit Berufsziel Grundschule.
Bitte zitieren Sie nach der pdf-Version.
Wir schlagen folgende Zitation vor: Jahning, Anica (2010): Antifeminismus in der Southern Baptist Convention, in: fastforeword 1-10, S. 29-36.